Menu
Menü
X

Wochenlosung ab Pfingstsonntag:

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.              (Sacharja 4,6b)          

An-/gedacht - ein Bezug zu Trinitatis

Grüße und Segenswunsch

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. ( aus 2.Korinther 13,13) … so lesen wir am Trinitatissonntag in den „Losungen“!

            Nanu!? Fleißige Gottesdienstbesucher werden den Text der abgedruckten Wochenlosung kennen. Das ist die Begrüßungsformel vor der Predigt - eigentlich kann/ sollte dann die Zuhörerschaft mit dem bekräftigenden „Amen“ (= So sei es!) antworten. Aber das müssen wir demnächst wieder üben, wenn endlich Gottesdienste erlaubt sind - für mich ganz wichtig: Mit Gesang!

In dem Vers ist von den drei Personen Gottes die Rede - und überhaupt diese Aussage von Gott Vater, Sohn und Hl. Geist kann ich mir so richtig nicht vorstellen, denn es ist ein Gott, auf den wir unser ganzes Vertrauen werfen - so gut es geht eben nach dem ersten der Zehn Gebote. Wie kann ich das dann einem Kirchenfernen oder einem Muslim veranschaulichen?

Aus meiner Pennälerzeit schwirrt mir noch so ein Bild durch den Kopf von drei brennenden Kerzen, die - sobald man sie zueinander neigt - eine einzige Flamme ergeben. D.h., Gott in seiner Dreipersönlichkeit brennt für >Dich<.

Oder: Wir wissen, dass alle Stoffe auf der Welt in drei Aggregatzuständen vorkommen können, wie unser lebenswichtiges Wasser auch festes Eis oder flüchtiger Dampf sein kann, dabei bleibt es aber immer der eine Stoff „Wasser“.[1]

Wir brauchen halt einfach Bilder als Denkhilfe, als Erinnerungsbrücke. Begreifen werden wir mit unserem Bildverständnis „das Reich und die Macht und die Herrlichkeit“ Gottes nie. Denn hier auf der Erde in Gottes Schöpfung sehen wir nur „stückweise“…

Der Apostel Paulus beschreibt ein anderes Bild mit seinem „Grußvers“ in der Wochenlosung: Er kombiniert Jesus mit Gnade, den Vater mit Liebe, den Hl. Geist mit Gemeinschaft.

Während ich das so aufschreibe, entsteht das Bild einer sprudelnden Quelle vor meinen inneren Augen:

-       Jesus, der Gnadenquell, der für unseren Alltag lebenserneuernd ist.

-       Gott Vater, der Ursprung der Liebe, die in allen Farben schillert.

-     Hl. Geist, die Kraftquelle für Gemeinschaft mit Gott und meinem Nächsten.

Mein Versuch Dreieinigkeit zu beschreiben, bleibt menschlich und unvollständig. Du hast bestimmt andere Bilder im Kopf/ in deiner Seele: Träume sie, meditiere, fasse in Worte, male ein Bild, sprich darüber mit …

Das ist Beten, das ist Beziehungspflege[2] mit Gott -

Euer Prädikant F. Röttger

 


[2] s.a. Lies „Das Hohelied der Liebe“ in 1.Korinther 13,1-13 und verbinde Gott mit Liebe!

top